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Sprache gegen Gewalt: Dozentin publiziert Fachartikel

Bochum

Gibt es einen Zusammenhang von Sprachentwicklungsstörungen und kriminellen Gewaltkarrieren?

Dieser wissenschaftlich bislang nicht erforschten Frage ist die Bochumer Logopädie-Dozentin Marianne Hagen im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit auf den Grund gegangen. In einer Analyse hat sie dabei fünf jugendliche Gewalttäter mit Migrationshintergrund im Alter von 15 bis 18 Jahren anhand von standardisierten Sprachstatuserhebungen sowie Leitfragen-Interviews untersucht und erste Anhaltspunkte gefunden, die ihre Hypothese stützen.

Die Ergebnisse wurden nun in einem Beitrag mit dem Titel "Sprache gegen Gewalt. Sprachentwicklungsstörungen und kriminelle Gewaltkarrieren bei jugendlichen Straftätern" im Januar-Heft der Fachzeitschrift "FORUM Logopädie" des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) veröffentlicht. Demnach zeigen alle fünf teilnehmenden Jugendlichen eindeutige Sprachentwicklungsverzögerungen in Form von Artikulationsstörungen und Wortfindungsstörungen, sowie Einschränkungen in der Grammatik und Erzählstruktur. Marianne Hagen kommt in der Folge zu dem Schluss, dass Sprache zwar als ein wichtiger Faktor bei den Ursachen krimineller Gewaltkarrieren angesehen werden kann, allerdings eine intensivere Forschung mit größer angelegten Studien notwendig ist. Ob sich logopädische Therapien als wirksame Instrumente zur Gewaltprävention eignen, lässt sich daher noch nicht mit Sicherheit feststellen.

Weitere Details finden Interessierte in FORUM Logopädie, Heft 1 (29), Januar 2015, S. 30-35.

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