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Ergotherapeuten zu Besuch in der Autowerkstatt

Marburg

Einen Ergotherapie-Unterricht der anderen Art erlebten die Schüler des Kurses K37 aus Marburg beim Besuch der Firma Zawatzky mobilcenter in Meckesheim. In der Werkstatt des Unternehmens werden Fahrzeuge angepasst und behindertengerecht umgebaut, sodass Betroffene trotz Bewegungseinschränkungen mobil sein können – ein wichtiger Aspekt für die spätere Arbeit der angehenden Ergotherapeuten. Schließlich helfen sie ihren Klienten dabei, ihren Alltag so selbstständig wie möglich zu gestalten.

In Begleitung von ihrer Lehrerin Kirsten Voigt erhielten die Ergotherapie-Schüler bei einem Vortrag über die Firmengeschichte erste Einblicke in die Arbeit des Unternehmens und deren Leistungsumfang. Anschließend wurde erklärt, welche Fahrzeugumbaumöglichkeiten bei bestimmten Krankheitsbildern eingesetzt werden können und welche technischen Voraussetzungen dazu gegeben sein müssen. Dabei wurden Fragen aus dem Kurs ausführlich beantwortet.

Nach dem Vortrag ging es in die Werkstatt, wo meist fabrikneue Autos zerlegt und mit Adaptionen, wie zum Beispiel Rampen, Einhand-Lenkrad, Sprachsteuerung, linksseitigem Gaspedal, Drehsitze, Handbediengeräte mit Fernsteuerung oder Rollstuhlverladesystemen ausgestattet werden. „Das Bild der Werkstatt sieht jeden Tag anders aus, weil jeder Kunde andere Bedürfnisse und Fahrzeuge hat“, erklärte ein Mitarbeiter der Firma bei der Führung. Technisch sei aber vieles möglich, so könne sogar ein kleines Auto wie ein Smart umgebaut werden.

Für Rollstuhlfahrer ist es außerdem wichtig, dass nicht nur sie selbst mobil sind, sondern auch ihr Rollstuhl mitgenommen werden kann. Techniken wie dieser verladen werden kann, wurde den Schülern im Ausstellungsraum eindrucksvoll gezeigt.

Besonders großen Spaß hatten die Schüler beim Fahren eines umgebauten Autos. Das Fahrzeug war mit einem sogenannten Joysteer ausgestattet, sodass Lenken, Gasgeben und Bremsen mit nur einer Hand möglich ist. Die Schüler waren begeistert von der Technik, die es sogar Querschnittsgelähmten ermöglicht, selbst ein Fahrzeug zu steuern.

Beim Besuch der Firma Zawatzky mobilcenter hat die Ergotherapie-Klasse viel darüber gelernt, welche Arten von Fahrzeugumbauten möglich sind und wie sie finanziert werden können. „Es ist gut zu wissen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit wir unseren Klienten keine falschen Hoffnungen machen“, so das Fazit einer Schülerin.

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