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2026/09/30

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Weyhe

Ergotherapie-Schüler:innen entwickeln Therapiekonzept für Kinder

Die angehenden Ergotherapeut:innen des Kurses ET 24 der Ludwig Fresenius Schulen Weyhe übernahmen in diesem Jahr eine besondere Rolle: Erstmals beteiligten sie sich am Ganztagsangebot der Hundertwassergrundschule Leeste. Von Februar bis Juli planten und gestalteten sie im Kinderhaus der Grundschule therapeutische Gruppeneinheiten für insgesamt 100 Kinder.

Als fachliche Orientierung diente das ergotherapeutische Gruppenkonzept „Ich bin stark!“ von Sara Hiebl und Anja Junkers. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder durch gemeinsam bewältigte Herausforderungen ihre eigenen Stärken entdecken und ihren Selbstwert festigen können.

Gründliche Vorbereitung im Unterricht

Vor dem ersten Praxiseinsatz beschäftigten sich die angehenden Ergotherapeut:innen mit den Grundlagen des Empowerments von Grundschulkindern. Sie lernten, wie angemessene Herausforderungen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fördern können, erkundeten das Therapiekonzept und besichtigten die Räumlichkeiten im Kinderhaus.

Anschließend bildeten sie Arbeitsgruppen, sammelten Ideen und entwickelten im Projektunterricht eigene Therapieeinheiten. Dabei nutzten sie evidenzbasierte Therapie- und Diagnostikmaterialien.

Zwei Therapieeinheiten für jede Kindergruppe

Jeweils vier Schüler:innen betreuten eine Gruppe mit zehn Kindern. An zwei aufeinanderfolgenden Mittwochnachmittagen führten sie jeweils eine 90-minütige Einheit durch. Zwei Schüler:innen leiteten die spielerischen Gruppenaufgaben an, während zwei weitere die kommunikativen und interaktiven Fähigkeiten der Kinder beobachteten und dokumentierten.

Insgesamt durchliefen zehn Kindergruppen aus allen vier Grundschuljahrgängen das Angebot. Innerhalb der Kleingruppen lösten die Kinder gemeinsam Aufgaben, unterstützten sich gegenseitig und erlebten, welche Herausforderungen sie als Team bewältigen konnten.

Reflexion und Impulse für den Alltag

Unsere Ergotherapie-Schüler:innen reflektierten ihre Erfahrungen anschließend in schulischen Kurzgesprächen. Projektleiter Simon Ruppel-Schwing tauschte sich zudem wöchentlich mit Shirin Kreth, der Leitung des Kinderhauses, aus.

Zum Abschluss entwickelten die Schüler:innen individuelle Ideen, um die Erfolge der Kinder zu würdigen. Berichte für die Grundschule sollen eine weitere Begleitung ermöglichen. Ein Elternbrief informierte außerdem über das Projekt und gab Anregungen, wie das Selbstvertrauen der Kinder auch im Alltag gestärkt werden kann.

Für die angehenden Ergotherapeut:innen bot das Projekt die Möglichkeit, die pädiatrische Gruppentherapie, Befundung, Kooperation und Elternkommunikation unter praxisnahen Bedingungen zu erproben, was einen zentralen Ansatz bei den Ludwig Fresenius Schulen darstellt.

Wir danken allen Schüler:innen für ihr tolles Engagement bei diesem Projekt!