Von Juni bis Juli haben die Schüler:innen des Ergotherapie-Kurses ET-23 der Ludwig Fresenius Schulen Weyhe einen Monat ein praxisorientiertes Projekt in der DRK Kita „Die Räuberkiste“ umgesetzt. Unter dem Titel „Stiftprofis“ führten sie ein Grafomotorik-Training für Vorschulkinder durch – angelehnt an das etablierte Konzept „Wir werden Stiftprofis!“ von Vera Bücker.
Im Vorfeld erarbeiteten die angehenden Therapeut:innen im Unterricht Grundlagen der kindlichen Entwicklung mit Fokus auf Fein- und Grafomotorik. Sie setzten sich mit diagnostischen Verfahren auseinander, erprobten das Therapiekonzept selbst und entwickelten individuelle Therapieeinheiten. Hinzu kamen eigens gestaltete Materialien, Übungen zur Sitz- und Blattposition sowie Elterninformationen zur häuslichen Förderung.
Angehende Ergotherapeut:innen führen Kinder durch das Projekt
Die Umsetzung erfolgte direkt in der Kita: Dreier- bis Fünfergruppen von Schüler:innen begleiteten kleine Gruppen von Vorschulkindern in jeweils drei Einheiten à 45 Minuten. Dabei übernahmen die Schüler:innen abwechselnd die Leitung oder die Beobachtung mit dem Fokus auf grafomotorische Befunde und die Gesamtperformance. Im Anschluss wurde jede Einheit im Klassenverband reflektiert und ausgewertet. Die Ergebnisse gingen an die Erzieherinnen der Kita.
Zum Projektabschluss erhielten alle Kinder eine persönliche Urkunde mit einem Lob ihrer individuellen Stärken. Die Erzieherinnen wurden mit einem Blumengruß und einem Dankschreiben für ihre Unterstützung bedacht. Auch die Eltern bekamen eine schriftliche Rückmeldung mit Impulsen zur weiteren Förderung ihrer Kinder.
Wichtige praktische Erfahrung
Für die Schüler:innen war das Projekt eine wertvolle Gelegenheit, ihre Kompetenzen in pädiatrischer Gruppentherapie zu erproben. Der enge Austausch mit Erzieherinnen und Eltern förderte zudem das Verständnis für interdisziplinäre Zusammenarbeit und elternorientierte Kommunikation – ein wichtiger Baustein für den späteren Berufsalltag.