Im Februar begaben sich die angehenden Ergotherapeut:innen des Kurses ET24 an den Ludwig Fresenius Schulen Weyhe auf eine dreitägige Kursfahrt nach Kiel. 30 Schüler:innen wurden von den Lehrkräften Astrid Bründer und Anna Pape begleitet. Ziel war es, theoretische Unterrichtsinhalte durch reale Lernorte zu ergänzen und verschiedene berufliche Handlungsfelder kennenzulernen.
Bereits die Anreise am Donnerstagmorgen stellte die Gruppe vor Herausforderungen, da witterungsbedingte Schwierigkeiten Flexibilität und Organisationstalent verlangten. Dennoch erreichten alle sicher ihr Ziel.
Historische Perspektiven und Barrierefreiheit im Fokus
Nach dem Einchecken im Hotel startete das Programm mit einer Führung durch die Ambulante Reha und Therapie (ZAR) Kiel. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in moderne rehabilitative Versorgungsstrukturen und lernten, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Praxis umgesetzt wird.
Am Freitag stand zunächst der Besuch der medizinischen und pharmazeutischen Sammlung der Christian-Albrechts-Universität auf dem Programm. Während einer fachkundigen Führung setzten sich die Schüler:innen mit historischen Entwicklungen medizinischer Hilfsmittel auseinander.
Am Nachmittag folgte eine fachbezogene Stadterkundung. Mit einem klaren Arbeitsauftrag wurden ergotherapeutische Angebote in Kiel recherchiert und öffentliche Einrichtungen auf Barrierefreiheit überprüft. So wurde der Stadtraum selbst zum Lernort, der Theorie mit konkreter Beobachtung in der Praxis verband Theorie.
Zertifikat für Narbenbehandlung im FobiZe
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Weiterbildung. Im FobiZe Kiel nahmen die angehenden Ergotherapeut:innen an einer ganztägigen Schulung zur Narbenbehandlung teil. Dozent Nils Bringend vermittelte die Inhalte der S.O.F.T. (Scar Orientated Functional Therapy) praxisnah und anschaulich. Alle Teilnehmenden schlossen den Kurs erfolgreich mit einem Zertifikat ab.
Die Rückreise verzögerte sich aufgrund von Bahnproblemen um rund drei Stunden, was der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch tat. Die Gruppe bewies Zusammenhalt und Gelassenheit und kehrte mit neuen fachlichen Impulsen nach Bremen zurück.
