Im April stand für die Ergotherapie-Schüler:innen der Ludwig Fresenius Schulen Leipzig ein spannender Ausflug auf der Agenda: Für die Klasse ET23 ging es ins Museum der bildenden Künste. Die Schülerin Anna Ernst gibt in ihrem Bericht, den sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin, Frau Braun, verfasst hat, einen Einblick in das Erlebte:
„Zwischen Theorie und Korbflechten, hatten wir, die Abschlussklasse ET23, das Glück, mit unserer Lehrkraft gemeinsam die Welt aus Fäden zu erkunden. Diese Welt öffnete uns am 2. April 2026 das MdbK in der Leipziger Innenstadt.
Eine Welt, die die klassische Moderne, den Barock, das Mittelalter, die Zukunft und die Gegenwart verbindet. Eine Verbindung aus Fäden. Meisterwerke von Teppichen aus Fäden. Während unserer Führung durch die Sonderausstellung, durften wir Teil dieser Welt werden. Uns wurde ein Handwerk vorgestellt, das leider kein Teil unserer Ausbildung ist und trotzdem waren wir gespannt – so wie die Fäden im Webrahmen. Dadurch, dass wir auch nach der Führung noch kreativ aktiviert wurden, gemeinsam über die gesehenen Kunstwerke sprachen und diese mit Kontext künstlerisch interpretiert haben, entstand für uns ein ergotherapeutischer Mehrwert. Anstatt dass wir Klient:innen motivieren, künstlerisch aktiv zu werden und mit ihnen Geschaffenes auswerten, wurde an diesem Tag der Spieß umgedreht. Und nachdem wir als Klasse auf die Idee kamen, einen schon zeitgemäßen Teppich noch zeitgemäßer zu verstehen und das Motiv nachzustellen, gingen wir noch glücklicher aus der Welt der Fäden heraus als hinein.
Die Welt der Fäden traf die Welt der auszubildenden Ergotherapeut:innen und beide Welten profitierten voneinander.“
