Hannover, Stadthagen
Über mehrere Wochen hinweg haben die Ludwig Fresenius Schulen Hannover und Stadthagen ein gemeinsames Projekt zum Thema Demenz umgesetzt. Ziel war es, Materialien zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zugeschnitten sind. Beteiligt waren Ergotherapie-Schüler aus dem zweiten Semester.
Im Rahmen des Projekts fertigten die angehenden Ergotherapeuten eine Vielzahl an Werkstücken, die in der praktischen Arbeit mit demenzerkrankten Menschen eingesetzt werden können. Dazu zählten Tastbilder zur Sinnesstimulation, Puzzle und Steckfiguren zur kognitiven Aktivierung sowie Motorikringe zur Förderung der Beweglichkeit.
Besonderes Augenmerk legten die Schüler auch auf textile Arbeiten: So entstanden Nesteldecken und Nesteltücher, die unruhigen Händen eine beruhigende Beschäftigung bieten und dabei helfen, Stress abzubauen.

Sorgfältige Vorbereitung und persönliche Übergabe
Alle angefertigten Werkstücke wurden in selbst gestalteten Stoffbeuteln verpackt, die eigens für diesen Anlass von den Schülern genäht wurden. Damit erhielten die Produkte nicht nur einen funktionalen, sondern auch einen persönlichen Charakter.
Mitte Juni übergaben die Ergotherapie-Schüler ihre Arbeit offiziell an die Demenzstation des „SeniorenQuartier Josua Stegmann“ in Stadthagen. Die Bewohner der Einrichtung können die Materialien nun im Alltag nutzen, um ihre Sinne zu aktivieren und ihre Selbstständigkeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu fördern.

Projekt mit nachhaltigem Lerneffekt
Für die Schüler bedeutete das Projekt nicht nur praktisches Arbeiten, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz. Sie konnten dabei sowohl ihre gestalterischen als auch ihre therapeutischen Fähigkeiten weiterentwickeln und Einblicke in die Bedeutung von individuell angepasstem Therapiematerial gewinnen.
Die Zusammenarbeit der beiden Schulstandorte und die enge Anbindung an eine reale Versorgungseinrichtung machten das Projekt zu einer lehrreichen und nachhaltigen Erfahrung.