Einen besonders interaktiven Unterricht hatten die Schüler:innen der Logopädie-Ausbildung der Ludwig Fresenius Schulen Bochum, als es um die Diagnostik von grammatisch gestörten Kindern ging. Der Kurs beschäftigt sich zurzeit im Bereich Kindersprache mit der Morphologie und Syntax. Nachdem die normale grammatische Entwicklung und die auftretenden Symptome im Unterricht besprochen wurden, konnte mit dem Bereich Diagnostik weiter gemacht werden. Hier lernten die Schüler:innen ein Verfahren kennen, welches besonders spielerisch aufgebaut ist.
Genaue Untersuchung von Aussagen im spielerischen Kontext
Mit dem zu untersuchenden Kind werden im Setting „Zirkus“ viele kleine Spiele gespielt. So müssen zum Beispiel Tiere gefüttert werden oder der Zauberer braucht Unterstützung bei seiner Zaubershow. Während der Sequenzen versuchen die Therapeut:innen, bestimmte Aussagen bei den Kindern zu „evozieren“, also hervorzurufen, welche dann nach bestimmten Kriterien untersucht werden. Es werden zum Beispiel Satzbau, Verbflexion oder die Pluralbildung betrachtet.
Nachdem die Diagnostik theoretisch besprochen wurde, konnten die Schüler:innen diese am Praxistag dann ausprobieren. Bei fünf Stationen konnten sie die verschiedenen Module im Rollenspiel durchführen. Das gleichzeitige Anleiten und spielerische Gestalten der Aufgaben stellte eine spannende Herausforderung dar. Dazu gab es auch eine Belohnung: Nach jeder geschafften Station durften die Schüler:innen sich einen Stempel abholen. Nun sind alle bereit, die Diagnostik auch mit echten Patient:innen durchzuführen.